Chardonnay

Der Chardonnay, auch Morillon, ist eine natürliche Kreuzung von Burgunder und Heunisch.
Er wird auf 1.431 ha angebaut und hat erst gegen Ende des vorigen Jahrhunderts in Österreich flächenmäßig an Bedeutung gewonnen. Die Sorte war und ist besonders in der Steiermark vertreten.

Das Blatt des Morillon ist mittelgroß, fünfeckig, wenig gelappt, offen und die Stilbucht ist nackt.
Die Traube ist mittelgroß, dichtbeerig, kegelförmig und es existiert häufig eine Beitraube. Die Beeren sind rundlich und gelbgrün gefärbt.

Die Sorte ist weltweit verbreitet und liefert Weine, die zu den teuersten der Welt zählen. Der Chardonnay ist auch der Grundwein für die Champagnererzeugung. Er benötigt gute, warme Lagen mit tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung und höherem Kalkgehalt.

Je nach Reife werden unreife, dünne und grasige, aber bei voller Reife wuchtige Weine gewonnen. Der Weinausbau erfolgt in zwei Stilrichtungen - der klassische im Stahltank mit betonter Frucht und anregender Säure und andererseits, meist international üblich mit biologischem Säureabbau und Reife im Barrique. 
Das wichtigste Merkmal vom Chardonnay ist seine Komplexität, die nur in besonderen Lagen mit kalkreichen Böden entsteht. Die besten Vertreter dieser komplexen Chardonnays wachsen im Nordburgenland und in der Steiermark, aber auch in einzelnen Lagen Niederösterreichs und Wiens.

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