Grüner Veltliner

Der Grüne Veltliner ist eine natürliche Kreuzung von Traminer und St. Georgen. Die zweite Kreuzungssorte wurde im Burgenland, in St. Georgen gefunden, und nach diesem Ort benannt. Wichtig, der Grüne Veltliner ist nicht mit dem Roten und Frühroten Veltliner verwandt!

Der säurebetonte Wein ist die wichtigste autochthone Rebsorte, heißt wenn eine Rebsorte dort wo sie wächst ihren Ursprung hat, in Österreich.
Die stärkste Verbreitung hatte die Sorte in den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, und zwar mit der Einführung der Hochkultur nach Dr. Lenz Moser.
In Niederösterreich und im nördlichen Burgenland ist die Sorte am meisten vertreten. 
Sie hat als herkunftstypischer DAC-Wein eine besondere Stellung in mehreren Weinbaugebieten. 

Die wichtigsten Merkmale zur Erkennung des Grünen Veltliners ist das mittelgroße, fünfeckige bis kreisförmige Blatt, welches fünf- bis siebenlappig ist. Die Unterseite ist mittelstark behaart und die weißwollige Behaarung an der Triebspitze, wovon sich das Synonym Weißgipfler ableitetm, ist typisch.
Die Traube ist mittel- bis sehr groß, mitteldicht, kegelförmig, geschultert und mit großen rundlichen bis ovalen Beeren mit grüngelber bis fuchsiggelber Färbung auf der Sonnenseite ausgestattet. 

Der Grüne Veltliner ist eine sehr fruchtbare Sorte. Sie gedeiht besonders gut auf tiefgründigen Lössböden, verträgt Trockenheit nicht gut, ist in der Blüte empfindlich, anfällig auf Peronospora, Roter Brenner und bekommt leicht Chlorose.

Die mit Abstand wichtigste Weißweinsorte in Österreich liefert vom leichten, säurebetonten Wein bis zum hochreifen Prädikatswein alle Qualitätsstufen. Dabei ist die Lage und Ertragshöhe sehr entscheidend. 
Gewünscht sind würzige, pfeffrige Weine oder Fruchtnoten nach Steinobst.
Weniger gewünscht sind Weine mit Sämlingston, ein intensives Aroma nach der Sorte Scheurebe.

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