Riesling

Der Riesling ist eine natürliche Kreuzung zwischen Weißem Heunisch, Vitis sylvestris und Traminer. 
Die Sorte wurde vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein (Deutschland) ausgelesen. 
Der Rote Riesling ist eine rottraubige Variante aus dem Weißen Riesling.
Wichtig, der Riesling ist nicht mit dem Welschriesling verwandt.

Die auf 1.863 ha verbreitete Sorte wurde vom  Rhein an die Donau gebracht und ist neben dem Grünen Veltliner die wichtigste Weißweinsorte der Wachau. 
In Deutschland ist der Riesling die verbreitetste Weißweinsorte aller Qualitätsstufen.

Um den Riesling zu erkennen sind die typischen Merkmale wie etwa ein mittelgroßes, kreisförmiges, fünflappiges Blatt mit derber Blattoberfläche und starker Behaarung an der Unterseite, sowie eine kleintraubige Traube welche dichtbeerig, zylindrisch und geschultert ist, und mit gelbgrünen Beeren mit Narbenpunkt ausgestattet ist. Die Beitraube fehlt meist.

Die weltweit bekannte Sorte wird als König der Weißweine bezeichnet.
Die spätreifende Sorte stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage und ist empfindlich auf Stiellähme-, Stieffäule- und Beerenbotrytisbefall. Der Befall von dem Edelschimmelpilz ist nur als Edelfäule bei Auslesen gewünscht, da sonst durch den Befall die sortentypischen Aromen zerstört werden.

Gewünsch werden jugendliche Rieslingweine, die charmante Fruchtigkeit und Würze zeigen, die sich durch Reife zu großen und komplexen Weinen entwickeln können. Bei dem Riesling dominieren die Steinobstaromen Pfirsich, Marille und exotische Früchte. Von einigen Terroirs bekommen die Weine mineralische Noten, die an Schiefer oder Feuerstein erinnern.
Der Riesling reift als Wein langsam und liefert höchste Qualität als Altwein mit rosenartigen Duftnoten. 
Beim späten Befall der Trauben mit Edelfäule entstehen Weine besonderer Art- Auslesen und Beerenauslesen von hervorragender Qualität.

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