Die Geschichte der Schule

In Klosterneuburg war der Weinbau von Anfang ein ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Durch das Ende des Donauhandels im Laufe des 19. Jahrhunderts blieb der Weinbau die Haupteinnahmequelle in Klosterneuburg.
Im industriellen Zeitalter bedurfte die Landwirtschaft, wenn sie bestehen wollte, intensiver Schulung und wissenschaftlicher Betreuung.
Zu diesem Zeitpunkt griff der damalige Prälat Adam Schreck die Anregung des Vorstandes der Sektion Obst-, Wein- und Gartenbau der k.k. Landwirtschaftsgesellschaft, Hofrat Eduard Schweiger Freiherr von Hohenbruck, auf und gründete gemeinsam mit ihm im Jahre 1860 eine Obst- und Weinbauschule.
Sie war die erste Landwirtschaftsschule Österreichs und das zweite Institut dieser Art in Europa.
Als erster Direktor wurde dem Fachmann und Forscher August Wilhelm Freiherr von Babo zugeschrieben.

Das berühmte Stift Klosterneuburg stellte die Schulräume zur Verfügung. 
Zudem verpachtete es Wohnungen für Lehrpersonal und Schüler und Wein- und Obstgärten bester Lage.

Am 25. Mai 1874 wurde die Schule zur k.k Önologischen und Pomologischen Höheren Lehranstalt benannt und mit dem 1. und 2. Jahrgang am 1. Oktober 1874 eröffnet. 
Noch in dem selben Jahr übersiedelte die Anstalt in ein neues, großes Schulgebäude, für welches das Stift den Baugrund stiftete.

Seit der Gründung wurden der Name, die Besitzverhältnisse und die Studiendauer des öfteren geändert.
Hier ein Überblick:

1860: Praktische Schule für Weinbau und Obstzucht, Studiendauer 2 Jahre

1863: Übernahme vom Land Niederösterreich, Niederösterreichische Landes- Obst- und Weinbauschule

1874: k.k Önologische und Pomologische Lehranstalt, Studiendauer 3 Jahre

1879: Studiendauer 2 Jahre

1897: Obstversuchsanlage wird angelegt

1902: erhält vom k.k. Ackerbauministerium ein neues Statut
k.k. höhere Lehranstalt für Wein- und Obstbau
Studiendauer 3 Jahre
Anstaltskeller wird errichtet

1914/
1918: Einquartierung von Militärpersonen

1919: Frieda Peter aus Kroatien, erste Schülerin nach dem 1. Weltkrieg

1925: Höhere Bundeslehr- und Bundesversuchsstation für Gartenbauwird der Klosterneuburger Anstalt angeschlossen

1945: Höhere Bundeslehr- und Vversuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau

1951: Höhrer Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein und Obstbau
die Lehranstalt wird nach Schönbrunn verlegt
Bau eines Schülerheimes

1956: Studiendauer 4 Jahre

1967: Studiendauer 5 Jahre

1980: Höher Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau mit Institut für Bienenkunde

1985: Anstalt wird in 4 Institute gegliedert:
Weinbau
Obstbau
Bienenkunde
Chemie-Biologie

1995: Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau
Forschungszentrum für Landwirtschaft wird in Wien-Hirschstetten angegliedert
AbsolventInnen können nach Verordnung Standesbezeichnung Diplom- HLFL- Ingenieur erlangen, wenn sie mind. 6 Jahre Berufspraxis nachweisen können, eine umfangreiche, facheinschläige schriftliche Arbeit vorlegen und eine mündliche Prüfung ablegen

1997: Einführung der Diplomprojektarbeit als Bestandteil der Reifeprüfung

2000: Festakt zum 140 jährigen Bestandsjubiläum am 13. Dezember mit Einweihung der renovierten und neu eingerichteten Gebäuden

seit 2013 ist Reinhard Eder Direktor der Schule